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Alkohol und PKU im Jugendalter

Einführung

Wer PKU hat, muss noch lange nicht auf Alkohol verzichten. Wichtig ist allerdings, sich der Menge und der Art des Alkohols bewusst zu sein und vor allem verantwortungsbewusst zu trinken.

Wichtige Fakten
  • Alkohol ist erst ab 16 bzw. 18 Jahren erlaubt.
  • Manche alkoholischen Getränke enthalten Eiweiß und müssen deshalb mit in die tägliche Aufnahmemenge mit einberechnet werden.
  • In der Schwangerschaft ist Alkohol verboten.

Die Auswirkungen des Genusses von Alkohol sind für Menschen mit oder ohne PKU gleich. Alkohol kann in jeder beliebigen Menge eine gewisse Auswirkung auf den Körper haben. Er kann die Art der Informationsverarbeitung im Gehirn verändern und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, beeinflussen.

Bei PKU kann dies zum Beispiel dazu führen, dass Du Speisen auswählst, die Deinen Phe-Wert ungünstig beeinflussen und erhöhen.

Maßvoller Alkoholkonsum

Die Empfehlungen für Alkoholeinheiten sind für Männer und Frauen gleich: 10 Einheiten pro Woche sollten nicht überschritten werden.

Wie sieht 1 Einheit Alkohol aus?

Schnaps wird in Mengen zwischen 2cl oder 4cl (20 oder 40 ml), in manchen Bars und Restaurants sogar in 50 ml ausgeschenkt, sodass die Aufnahme der Einheiten schwieriger nachzuvollziehen ist.

Dasselbe gilt für Weingläser. Ein kleines Glas kann 125-150 ml bedeuten. Darüber solltest Du Dir bewusst sein, wenn Du Deine Alkoholaufnahme korrekt nachvollziehen möchtest.

Alkoholsorten

Es gilt viele alkoholische Getränke, manche davon enthalten Phe und sind somit wie jedes andere eiweißhaltige Lebensmittel oder Getränk zu berechnen.

Die meisten Mixgetränke sind eiweißarm, aber einige Diät-Mixgetränke enthalten die Süßungsmittel Aspartam (E951) oder Aspartam-Acesulfamsalz (E962). Diese können Deinen Phe-Wert negativ beeinflussen, sodass es sehr wichtig ist, das Etikett zu prüfen.

 

Getränke mit vernachlässigbar wenig oder höchstens Spuren an Eiweiß
  • Apfelwein/Cidre/Cider (trocken, lieblich oder Vintage Cider)
  • Radler oder Alsterwasser in Flaschen (Mischungen aus Bars können signifikante Mengen Phenylalanin enthalten und sollten mit einberechnet werden).
  • Martini (trocken und süß)
  • Schnaps (Whiskey, Gin, Rum, Brandy, Wodka)
  • Wein (rot, weiß oder rosé)
  • Champagner, Sekt und Prosecco
  • Likörweine (Portwein und Sherry)
  • Wermut oder Wermutwein (trocken und süß)
  • Liköre (Kirschlikör, Curaçao)
  • Cocktails (mit geeigneten Schnäpsen und Mischgetränken*)
  • Alcopops* 
  • Ingwerbier*

*auf Aspartam prüfen.

Getränke, bei denen Phe mit einberechnet werden muss:
  • Bier – alle Biersorten: Helles, Weizen, Ale, Lager, Pils (500 ml = ca. 70 bis 100mg Phe)  
  • Guinness/Murphy’s (500 ml = ca. 100 mg Phe)  
  • Starke Biere (250 ml = ca. 80-100 mg Phe)
  • Radler/Alsterwasser, mit Kneipenbier oder Lagerbier (500 ml = ca. 39-50 mg Phe)  
  • Sahneliköre wie z.B. Bailey’s Irish Cream und Cadbury’s Cream (30 ml = ca. 50 mg Phe) 
Getränke die aufgrund ihres hohen Phe-Gehalts zu vermeiden sind
  • Eierlikör (hergestellt aus Eigelb, Zucker und Brandy)
  • Cocktails mit Eiern, wie z.B. Amaretto sauer oder süß oder Pisco sauer oder süß  

Weitere Informationen zum Konsum verschiedener alkoholische Getränke bei PKU findest Du unter: www.nspku.org

Alkoholische Getränke, die kein Phe enthalten, haben keine Auswirkungen auf Deine Blut-Phe-Werte, aber denke daran, dass Alkohol die gleichen Auswirkungen hat wie für Menschen ohne PKU.

Wichtig:
  • Halte Dich an die Empfehlung von weniger als 10 Alkoholeinheiten pro Woche und lege mehrere alkoholfreie Tage in der Woche ein, vermeide Rauschtrinken.
  • Prüfe die Etiketten auf Aspartam und Aspartam-Acesulfamsalz, insbesondere bei Mischgetränken.
  • Denke auch an den Eiweißgehalt des Essens, das Du möglicherweise unter Alkoholeinfluss zu Dir nimmst.  
  • Denke an den Kaloriengehalt von Alkohol. Alkohol wird oft als leere Kalorien bezeichnet, denn er hat keinen/minimalen Nährwert, enthält aber viele Kalorien.
  • Trinke nicht auf leeren Magen.
  • Schenke Dir Deine eigenen Getränke ein und messe diese ab, statt frei einzuschenken.
  • Trinke langsam und iss dazu etwas.
  • Wechsle zwischen alkoholischen Getränken und Wasser ab.
  • Überwache stets Deinen Alkoholkonsum.
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